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Patagonien: Feuerland

Unterwegs am Ende der Welt in Südamerika!

Tierra del Fuego (Feuerland) ist eine Insel an der Südspitze Südamerikas, deren Klima und Landschaft wohl weltweit einzigartig ist. Schneebedeckte Berge, Seen, Wälder und Lagunen - so sah die Landschaft aus, als die ersten Siedler in Tierra del Fuego ankamen. Und aus diesem Grund sind sie auch dort geblieben. Heute tun es ihnen jährlich ca. 70.000 Touristen gleich, wenn sie den „Süden des Südens“ besuchen.

Feuerland
Feuerland
Landschaftlich ist die Insel in zwei Zonen aufgeteilt: im Norden in die patagonische Steppe, die hier langsam feuchter wird und in ein Grasland ähnlich der Pampa übergeht, und der bergige Südteil.

Die Insel „Feuerland“ liegt an der südlichsten Spitze des lateinamerikanischen Kontinents. Keine andere Stadt liegt weiter südlich als ihre Hauptstadt Ushuaia. Sie liegt als einzige Stadt Argentiniens am Pazifischen Ozean, genauer gesagt am Beaglekanal, seinem letzten südöstlichen Ausläufer. Feuerland ist von Argentinien aus nur per Flugzeug zu erreichen. Auf dem Landweg, kombiniert mit einer Fährverbindung, muß der Reisende einige hundert Kilometer durch Chile fahren.

Westlich von Ushuaia im Nationalpark Tierra del Fuego liegt die Bucht Bahía Lapataia. Hier endet die „Ruta 3“, eine der wichtigsten Nationalstraßen Argentiniens, an einem Schild, das kurz inne halten läßt: „Sie befinden sich am Ende der Ruta 3. Entfernungen: Buenos Aires 3.063 km, Alaska 17.848 km“. Der Verweis auf Alaska nicht nur wegen seiner geographischen Lage, auch weil einige Dörfer auf Tierra del Fuego immer wieder an kleine Siedlungen in Alaska oder im Norden Kanadas erinnern. Interessant ist vor allem der Nationalpark Tierra del Fuego mit unerwartet üppigen Regenwäldern und Moorlandschaften, die gut gedeihen, weil es zwar im Sommer kühl ist, im Winter aber nur selten frostig wird. Der Nationalpark Tierra del Fuego kann sowohl als Selbstfahrertour mit dem Auto als auch mit geführten Gruppen besucht werden. Der "Tren del Fin del Mundo“ (Zug am Ende der Welt) fährt den Besucher auf Wunsch 12 Kilometer durch die faszinierende Landschaft dieses Nationalparks. Auch die unbewohnte Isla de los Estados kann man auf Bootsreisen erkunden. Sie bietet ein noch unberührtes Tier- und Pflanzenleben sowie einige Geisterstädte, denn Anfang des Jahrhunderts, bevor die Insel zum Naturreservat wurde, gab es einige Estancias auf ihr. Ein weiteres Naturparadies ist der Lago Fagnano, einer der malerischsten Gewässer der Insel und die umliegenden Seen inmitten einer bewaldeten, idyllischen Natur. Die verzauberten Wälder am Lago Yehuin entführen sie in ein weiteres

Isla de la Lobos - Seehundinsel
Isla de la Lobos - Seehundinsel
Naturschauspiel. Hier hängen lichtgrüne Flechten von den Laubbäumen herunter und schimmern im Licht wie Spinnenweben. Sehr charakteristisch wie sie merken werden wenn sie Feuerland besuchen, sind die knotenartigen Wucherungen an vielen Feuerlandbäumen. Die „Indianerbrotpilze“ auf die die Baumzellen reagieren, wurden früher von den Eingeborenen verzehrt.

Ebenfalls ein Muss für jeden Besucher ist eine Katamaranfahrt zur „Seehundinsel“ (Isla de los Lobos) oder zu einer etwas weiter entfernt lebenden Pinguinkolonie. Auf dem Weg dorthin begegnen Sie neben dem südlichsten Leuchtturm der Welt „Les Eclaireus“ auch großen Gruppen von Seehunden und Kormoranen. Im Winter kann man auch die Hundeschlittenrennen in der Nähe von Ushuaia besuchen oder auf Skiern die einzigartige Bergwelt bestaunen.

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